ASV-Einigkeit 1928


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Angeln in Gelting 2008

Angelberichte

Gelting im Mai 2008


Schon immer wollte ich einmal mit der Fiegenrute auf Meerforelle fischen. Bisher hatte ich aber keine Gelegenheit dazu. Im Frühjahr 2008 konnte ich meine Familie dazu überreden, im Mai mit mir eine Woche an die Ostsee zu fahren, dies wollte ich natürlich zum angeln auf Meerforellen nutzen. In der dritten Woche im Mai 2008 ging es dann los.

Nachdem ich mich im Internet über das Fischen auf Meerforellen an der Ostsee schlauer gemacht hatte, buchte ich bei Dancenter ein Ferienhaus in Gelting. Ich hatte herausgefunden, dass Gelting ein zentraler Ort ist, von dem aus man in kurzer Zeit mehrere interessante Plätze zum Meerforellen-Fischen erreichen kann. Wir hatten unser Auto Freitag Abend gepackt und am Samstag gegen 05:00 Uhr ging es los. Richtung Hamburg, Flensburg und dann nach Gelting.

Unser Haus in Dänischem Stiel erbaut, verfügte über Sauna, Kamin, TV und allem was man sonst noch so braucht. Ein Ruderboot gehörte auch zur Ausstattung. Da das Haus nur ca. 400 m von der Ostsee entfernt lag, hielt ich das Ruderboot für eine ausgezeichnete Idee, um damit einmal zum Angeln auf die Ostsee zu fahren.


(Blick auf die Ostsee)



Unser Ferienhaus war wirklich sehr schön und geräumig. Das neben dem Haus festgekettete Ruderboot konnte jedoch nicht benutzt werden, da das Schloss eingerostet war und sich nicht öffnen ließ. Die Enttäuschung war groß.

Wird schon alles gut gehen, dachte ich. Wir haben ja noch eine Woche Urlaub vor uns. Denkste !!!

Schon bei der Ankunft hatten wir zwar Sonnenschein, aber einen sehr starken Sturm. Mich juckte es natürlich in den Angelfingern. Ich wollte so schnell wie möglich ans Wasser. Nachdem das Auto ausgeräumt und alles im Haus verstaut war, konnte ich meine Familie überreden, einmal vom Haus aus an den Strand zu gehen um das Wasser in Augenschein zu nehmen. Enttäuschung groß! Starker Wind von Ost – Nord/Ost. Hohe Wellen und viel Dreck und Unrat im Wasser und am Ufer.

Am nächsten Tag erkundete ich mit dem Auto einige der angegebenen „guten“ Angelstellen, z.B.Habernis, Norgaardholz, Steinbergholz oder Falshöft (ideal bei Westwind). Ich hatte mit der Familie vereinbart, dass ich morgens und/oder Abends jeweils 2 bis 3 Stunden angeln gehe und tagsüber etwas mit ihnen unternehme. So gut – so schön. Aber überall das gleiche Bild. Welche Angelstellen ich auch aufsuchte. Durch den starken Nord-Ostwind war das Fliegenfischen kaum möglich. Also Spinnfischen! Mit schmalen, langgestreckten Blinkern in silber, blau, rot wie z.B. Tobis trotz des kalten Wassers und des starken Windes immer wieder auswerfen, schnell einholen und hoffen.

Die Familie machte es sich inzwischen im Ferienhaus gemütlich oder ging spazieren. Direkt am Ostseeufer, neben dem Campingplatz befindet sich ein Spielplatz, auf dem geschaukelt, geklettert und getobt werden kann. An einem Tag machten wir einen Tagesausflug nach Kappeln an der Schlei. Dort wurde zu Mittag eine Fischplatte bzw. Sauerfleisch mit Bratkartoffeln verzehrt. Anschließend fuhren wir bei schönem Wetter und mäßigem Wind mit dem Ausflugsdampfer zur Schleimündung raus. Ein wirklich zu empfehlender Schiffsausflug.

Es waren immer noch einige Heringsangler mit ihren kleinen Nußschalen auf der Schlei um diese kleinen silbernen Leckerbissen zu überlisten. Die Hauptangelzeit auf Hering war aber schon vorüber, aber wer von uns Anglern gibt schon freiwillig auf. Irgend etwas beißt doch sicherlich noch.



Gelting liegt zentral und bietet die Möglichkeit Ausflüge z.B. nach Kappeln, Flensburg oder Dänemark zu unternehmen. Gute Angelplätze sind in angemessener Zeit mit dem PKW zu erreichen.An einem anderen Tag unternahmen wir einen Ausflug in das Naturschutzgebiet Geltinger Birk.

Hier kann man Wandern, die Vogelwelt beobachten usw.


Hier steht auch die berühmte Mühle „Charlotte“.


Im Angelfachgeschäft Meerforellenküste (siehe unten stehende Links) wurde mir geraten, wegen des Nord-/Ostwindes einmal in der Flensburger Bucht bei Glücksburg (ist ebenfalls einen Ausflug wert) mein Glück zu versuchen. Dort müßte man aber schon sehr früh morgens mit dem Fischen beginnen. Ich also um 3 Uhr aufgestanden, nach Glücksburg gefahren und in stock dunkler Nacht gegen 04.00 Uhr meine Angelsachen im Kofferraum zusammengesucht. Zwei andere Angel-Kameraden waren ebenfalls dabei, sich im Dunkeln mit allen notwendigen Angelutensilien zu bewaffnen und zum Strand zu begeben. Fazit: natürlich nichts gefangen, mindetens 4 schöne Blinker und ca. 100 m geflochtenen Schnur verloren und die ganze Nacht vergeblich um die Ohren gehauen !


Dies konnte doch nicht alles sein !!

Am vorletzten Tag ließt es mir keine Ruhe mehr. Der Wind hatte gegen Abend etwas nachgelassen. Ich wollte auch mit dem Auto nicht mehr so weit fahren. Also eine schöne, etwas geschützte Stelle ausgesucht und mit einem silbernen Löffel, den ich zu Hause mit Perlmutfolie „aufgemotzt“ hatte, angeknüpft und ca. 10 bis 15 Meter vom Ufer entfernt gefischt. Ich dachte mir, warum sollen die Forellen in den hohen Wellen schwimmen, wenn es am Ufer doch wesentlich ruhiger ist.


Zum Bild vergrößern auf das Bild klicken





Und siehe da, nach ca. 10 Minuten hatte ich meinen e r s t e n Biss. Eine Woche vergeblich gefischt und jetzt den ersten Biss. Mein Herz klopfte bis zum Hals, jetzt bloß nichts falsch machen! Nach einem herrlichen Drill konnte ich meine e r s t e im Leben gefangene Merforelle auf die Schuppen legen. Sie war 51 cm lang und glänzte im letzten Sonnenlicht. Ich war zu aufgeregt, um noch mehr Fotos zu schiessen. Für mich war dieser Fang die Mühen der letzten Tage auf jeden Fall Wert.

Für mich hatte sich diese Woche in Gelting dann doch noch gelohnt.

Von April bis Juni bestehen hier in der Ostsee nach Auskunft der heimischen Angler gute Chansen auf große Meerforellen. Ende Mai/Anfang April, wenn der Raps blüht, kommen auch die Hornhechte hier an die Küste und machen einen interessanten Beifang aus.

Durch das kalte Wetter waren wir für die schönen leuchtend gelben Rapsfelder noch etwa 2 Wochen zu früh nach Gelting gekommen. Der Raps fing erst an zu blühnen. Auf jeden Fall hoffe ich, irgend einmal zurück zu kommen und der herrlichen Meerforelle nochmals nachstellen zu können. Am liebsten natürlich bei herrlichem Wetter, nachts und mit der Fliegenrute.

Mindestmaße: Dänemark, Schlweswig-Holstein: 40 cm

Mecklemburg-Vorpommern: 45 cm


Meiner Meinung nach sollten wir aber keine Fische unter 50 cm entnehmen !!!

Hier noch einige nützliche Links:

http://www.meerforellenkueste.com
http://schleswig-holstein.nabu.de/naturerleben/zentren/geltingerbirk/index.html
http://www.meerforellenkueste.de/strande-flensburger-forde/





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