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Angelberichte
Alaska-Tip
* Schon mal in Alaska gewesen und keinen Lachs gefangen obwohl es laut Werbung das Einfachste der Welt ist?
* Dann warst du nicht am „Fishing Hole“.
* In Homer Spit auf der Kenai-Halbinsel befindet sich eine kiesgrubenähnliche Angelmöglichkeit.
* Ob das jetzt idyllisch ist oder nicht mag jeder für sich entscheiden. Aber hier ist die Chance auf einen Lachs so groß wie niergend sonst.
* Solange man mit Blinker oder Fliege angelt. Und das für wenig Geld.
* Da das „Fishing Hole“ einen ca. 20 m breiten Zugang zum Meer hat, ist es den Gezeiten ausgesetzt. Das bedeutet natürlich das die Beißzeiten stark von Ebbe und Flut abhängig sind.
* Andererseits kommen immer neue Lachse in das „Fishing Hole“, so dass immer für genügend Lachsbesatz gesorgt ist.
*Das tolle am „Fishing Hole“ ist, das die Lachse ca.2-3 m vom Ufer vorbeischwimmen und man sieht welche Riesen sich im Wasser tummeln.
Als ich mit meiner Familie dort war und insgesamt 2 Stunden geangelt habe, fing ich einen Silberlachs von 6 Pfund auf Streamer und meine Frau ( typisch ) einen von 16 Pfund auf Blinker.
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* Das ließ mich natürlich nicht ruhen. Nicht weil meine Frau einen größeren gefangen hatte als ich. Im Gegenteil. Ich gönnte ihr den Fisch von Herzen. Schließlich hängt er jetzt präpariert bei uns an der Wand.
* Ich wollte auch mal einen Dicken an der Rute zappeln haben. Also, nichts wie raus mit der 7-er Sinkschnur und dem Streamer.
* Keine 10 Minuten später einen Biss und schon ging es unter rasender Rollenbremse hinaus zur Seemitte. Dort konnte ich die Flucht stoppen. Die Rute bog sich fast bis zu meinen Knien und die Schnur war bis zum Zerreißen gespannt.
* Da standen wir nun. Der Lachs regungslos in der Seemitte, ich mit gebogener Rute am Ufer. Was nun ? Pumpen ging nicht. Da wäre die Schnur sofort gerissen. Also mal vorsichtig auf den Rutengriff klopfen. Auch nichts. Na dann mal Trick siebzehn. Schließlich standen wir schon eine knappe viertel Stunde so da. Spannung sofort wegnehmen und Schnur loslassen. Da wird er denken er ist frei und macht sich wieder auf die Walz.
* Pustekuchen. Keinen Meter Schnur läuft von der Rolle. Mittlerweile geht die Sonne unter und es wird in Alaska irgendwie schneller dunkel als bei uns. Also dann doch auf die Harte Tour. Schnur aufnehmen und Pumpen.
* Und es kam so wie es kommen musste. Kaum wieder Zug aufgenommen, ruckt es in der Schnur und die Rute schnellt wieder kerzengerade nach oben. Das war‘s.
* Ich hatte ihn verloren. Aber nicht weil das Vorfach ( geflochten ) gerissen ist, sondern weil der Streamerhaken, Größe 2/0 abgebrochen war.
* Trotzdem war es ein tolles Erlebnis.
* Und das mein Arm 2 Tage geschmerzt hat habe ich gerne in Kauf genommen.