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Angelberichte
Am Freitag den 05.04.2002 starteten wir (Mark und Stefan) zum ersten Mal an den Ebro zum Wallerangeln.
Im Gepäck viel Informationen vom hören und lesen.
Nach ca. 18 Stunden Autofahrt kamen wir mit viel zu viel falschem Gerät, was sich später heraus stellte, wohl behalten im Welscamp Fayon am Rio Matarrana an.
Das WohnmobilAm Samstag Morgen wurden wir von unserem Betreuer und Angelguide Alex begrüßt und er wies uns auch im laufe des Tages in unseren Wohnwagen und Angelboot, inklusive Angeltechnik ein.
Das Bojenfischen ist für Anfänger dieser Angelart alles andere als einfach und es dauerte 2 Tage bis Der erste Walleralles so klappte wie wir das wollten.
Am Montag den 08.04.2002 bekamen wir nach 5 Stunden Ansitz unseren ersten Welsbiss, wir waren so überrascht, das wir ihn doch tatsächlich verpassten. Der Wels hatte den lebenden Aal nicht richtig nehmen können weil er sich am Haken verdreht hatte. 1 Stunde später gegen 18:30 Uhr kam dann doch noch unser erster Wels ins Boot, er biss auf einen ½ Aal auf Grund gelegt, und wir konnten ihn nach 15 Minuten Drill sicher landen.
Die Gegend am Rio Matarrana ist einfach grandios, täglich sahen wir Gänsegeier und Steinadler auf Jagdflug, man ist mitten im Gebirge, hohe Felswände prägen das Bild der Landschaft. Im Hintergrund sind Oliven- und Fruchtbaumhaine, die Ortschaften liegen so weit auseinander das man selten Menschen trifft. Die Ruhe wird nur ab und zu durch das klatschen eines Karpfens gestört die es dort in Massen gibt. Zur Abwechslung fingen wir Schwarzbarsche auf Kunstköder und Karpfen mit Mais.
man ist der dick manVon unserem Fang beflügelt legten wir unsere Ruten am Dienstag den 09.04.2002 wieder am selben Platz aus, diesmal mussten wir nur bis 17:15 Uhr warten. Wieder kam der Biss auf die Grundrute, der Köder wieder ein ½ Aal. Der Fisch fühlte sich am Anfang nicht sehr groß an, doch der Drill zog sich hin ohne das wir größer Schnur gewannen, hatte man den Fisch 10 Meter heran gepumpt, zog er wieder 10 Meter ab. Die große Flucht blieb aber aus. Nach 30 Minuten war uns klar, hier muss was größeres am Haken sein. Die Schnur war mit 0,50er Monofil und einem Wirbel von 20 kg Tragkraft eher schwach, der 02er Haken war auch nicht gerade riesig. Deswegen ließen wir uns viel Zeit und der Platz war auch dafür geeignet da es kaum Hindernisse gab. Nach mehr als einer Stunde harter Arbeit sahen wir den Fisch zum ersten Mal im klaren Wasser. Mein Gott was ein Fisch, mit viel Glück konnten wir den Wels nach 75 Minuten ins Boot bringen.
Am nächsten Morgen wurde der Fisch von unserem Campleiter und unserem Guide und mehr als 10 Zeugen gewogen. Er war genau 2,40 Meter Lang und hatte 165 Pfund ( 82,5 Kg) Gewicht. Damit hatten wir den Camprekord um 25 Pfund erhöht, der größte Wels seit 12 Jahren, solange gibt es dieses Camp. Der Fisch wurde natürlich zurückgesetzt.
Leider schlug das Wetter um und wir hatten bei 10 Grad und Regen die letzten Tage keine Wallerbisse mehr, doch die Karpfen lassen einem nie im Stich und wir konnten noch ein paar gute Exemplare bis 80 cm fangen. Alleine dafür würde es sich schon lohnen wieder zu kommen, mit einem habe ich noch eine Rechnung offen, die zerbrochene Rute liegt als Mahnung noch im Keller. Wir kommen bestimmt wieder, wahrscheinlich schon im Jahr 2003. Im April ist dort kaum was los, zum Glück, denn die Waller stört das schlechte Wetter nicht und uns auch nicht






Tipps:
Eine gute Wallerrute ist angebracht, am besten 3,00 Meter lang, Wurfgewicht 150g-300g (z. B. Wallerrute Monstertail von Cormoran), dazu eine große Stationärrolle wo 200 Meter 60er Draconschnur mit 60Kg Tragkraft drauf passen. Das Vorfach sollte wegen den Hängern mindestens 100Kg aushalten und sehr abriebfest sein. Die Wirbel sollten 80Kg halten. Dazu braucht Ihr noch ein paar Posen um die 200 Gramm Tragkraft, große Perlen 10mm als Abstandshalter und eine 0,20er Reißleine. Die Haken sollten nicht unter 0/6er Einzelhaken und 0/5er Drillinge liegen. Das Bojenzubehör sollte man vor Ort kaufen und ist auch nicht sehr teuer, genauso ist es mit den Köderfischen. Ein lebender Aal kostet ca. 2.50 Euro und hält ohne Biss mehrere Tage oder man fängt Karpfen als Köderfisch. Seit neuem haben Schwarzbarsche im April und Mai Schonzeit und dürfen nicht entnommen werden. Auf Karpfen, Zander und Schwarzbarsch fischt man genauso wie in Deutschland.